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Bayer-Monsanto-Deal: EU-Kommission stimmt zu

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die EU-Kommission hat der Übernahme von Monsanto durch die Bayer AG zugestimmt. Umweltschützer und Vertreter aus der Bio-Branche verurteilen die Entscheidung. Martin Häusling (Grüne) und Christine Vogt vom Umweltinstitut München haben ihre Meinung in Pressemitteilungen geäußert.

Martin Häusling, Koordinator der Grünen/EFA im Agrarausschuss des Europäischen Parlaments und Mitglied im Umweltausschuss: „Dass die EU-Kommission einen solchen Mega-Deal erlaubt, finde ich erschreckend. Nicht nur, dass Bauern in Zukunft kaum noch eine Wahl haben, wo sie ihr Saatgut kaufen. Die Ausrichtung der beiden Konzerne liegt nach wie vor eher auf Gentechnik und Agrarchemie. Was das für Folgen hat, zeigen steigende Gesundheitsbelastungen von Landwirten und der dramatische weltweite Rückgang der Artenvielfalt gleichermaßen. Es ist höchste Zeit, dass wir für unsere Ernährungssysteme auf nachhaltige, agrarökologische Systeme setzen. Der ‚Baysanto-Deal‘ macht das eher schwieriger als leichter.“

Christine Vogt, Referentin für Landwirtschaft am Umweltinstitut München: „Angesichts der ohnehin schon enormen Konzentration auf dem Agrarmarkt kann diese Übernahme nur negative Auswirkungen auf die Umwelt, die Landwirtschaft und die Gesellschaft haben. Diese Übernahme wird zu steigenden Preisen für Bäuerinnen und Bauern führen – und letztlich auch im Einzelhandel zu spüren sein. Die Vielfalt landwirtschaftlicher Nutzpflanzenarten und -sorten sinkt und die Abhängigkeit der Bäuerinnen und Bauern von wenigen Konzernen wird größer. Eine weitere Folge ist, dass mit der Marktmacht der Konzerne auch ihr Einfluss auf Politik und Öffentlichkeit wächst. Und das in einem Industriesektor, der schon jetzt für seine aggressive Lobbyarbeit bekannt ist.“

Durch die Übernahme entsteht ein neuer Mega-Konzern auf dem ohnehin stark konzentrierten Agrarmarkt. Zwar musste Bayer Geschäftsanteile – unter anderem in der Produktion von genmanipuliertem Saatgut und dem dazu passenden Pestizid – abstoßen, um die Zustimmung der EU zu erhalten. Diese Anteile wurden jedoch an den BASF-Konzern veräußert, der ebenfalls ein „big player“ auf dem Agrarmarkt ist. Die Übernahme ist mit der heutigen Entscheidung noch nicht endgültig besiegelt. Die Zustimmung weiterer Behörden steht noch aus.

 


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Politik


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