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Bäcker statt Aufbäcker

von Redaktion (Kommentare: 2)


Den Tag des Deutschen Butterbrots, Freitag, 29. September, können Biomärkte als Anlass nehmen, um auf die Qualität ihres Brotsortiments hinzuweisen. Denn anlässlich des Aktionstages ruft der Verein Slow Food Deutschland dazu auf, die außergewöhnliche regionale Vielfalt deutscher Brotkultur wertzuschätzen und das traditionelle Bäckerhandwerk zu bewahren.

„An die Stelle des Bäckers ist der Aufbäcker getreten. Was nach Brot, Brezen und Brötchen aussieht, ist es nicht mehr“, bedauert Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland, und rät Verbrauchern, wieder bei traditionsbewussten Bäckermeistern einzukaufen und einen angemessenen Preis für das Brot zu zahlen – dafür, dass es selbst hergestellt und die Zutaten qualitätssichernd regional eingekauft wurden.

Butterbrot - Tag des deutschen Butterbrots

Den Tag des Butterbrots gibt es seit 1999. Er ist eine Erfindung
der Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA),
die im Jahr 2009 aufgelöst wurde. © Pixabay

Im Ökodorf Brodowin bei Chorin lädt der Verein Verbraucher an diesem Tag dazu ein, die Zusammenhänge zwischen Herkunft, Zutaten und Verarbeitungsprozessen handwerklich hergestellten Brots und Butter zu erfahren. Bei einer einfachen und rustikalen Verkostung können die Teilnehmenden verschiedene Brot- und Buttersorten, verfeinert mit Salz und Kräutern und Gemüse probieren. Ähnliches könnten auch Biomärkte ihren Kunden anbieten und somit auf die Qualität ihres Brotes hinweisen. Im besten Fall ist auch der regionale Bäcker im Laden und gibt Einblick in die handwerkliche Backkunst. Wem das zu kurzfristig ist: Der nächste Tag des Deutschen Butterbrotes ist am 28.9.2018.


Stichworte:

Lebensmittelqualität

Verbände/Institutionen


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Kommentar von Grün Licht |

Auch diese Meldung wabert an der Oberfläche des unverbindlichen.
Eine spezifizierte Differenzierung wäre hier im Sinne der interessierten Verbrauchers.
Selbst der unabhängige Bäcker in der Nachbarschaft sowie regionale Bäckereiketten greifen allzu gerne auf vorgefertigte Teiglinge zurück.
Geschmack und Konsistenz ist auch bei „Aufback-Ware“ gut bzw. wer erkennt noch den Unterschied.

Um so wichtiger, daß hier für Verbraucher Transparenz und Verbindlichkeit im Bezug auf traditionelle Herstellungsverfahren und regionalen Zutaten geschaffen wird. Hier sind die Vertreter des Bäckerhandwerks gefordert.

„Aufbäcker“ ist noch viel zu positiv bezeichnet - Massen „Abbäcker“ trifft es besser.

Kommentar von Erich Gahr |

Am Einwand vom Grün Licht ist was wahres dran.
Viel schlimmer ist aber die Nutzung von Bäckertüten mit dem staatl.Biolabel wenn dann noch solche konventionellen Backwaren verkauft werden, so gesehen in Kitzingen.



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