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AöL und UnternehmensGrün: Umweltfußabdruck für Lebensmittel

von Redaktion (Kommentare: 0)


Bis spätestens 2020 sollen europaweit einheitliche Kennzeichnungen über die Umweltverträglichkeit von Lebensmitteln informieren. UnternehmensGrün, der Bundesverband der grünen Wirtschaft, und die Assoziation ökologische Lebensmittelhersteller (AöL) begrüßen diese Pläne der Europäischen Kommission. Allerdings sehen sie auch erheblichen Verbesserungsbedarf.

„Ziel muss sein, die ökologischen Standards im PEF-System zu verankern“, so Alexander Beck, geschäftsführender Vorstand der AöL. Nur so könnten zukunftsweisende Umweltaussagen auf Lebensmittel garantiert werden, die den Erwartungen der Verbraucher entsprechen.

UnternehmensGrün befürchtet Nachteil für kleine und mittelständische Unternehmen

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„An der Entwicklung der Beurteilungskriterien sind vor allem große Industrieunternehmen beteiligt“, sagt Katharina Reuter, Geschäftsführerin von UnternehmensGrün. Deshalb sei die Bewertung bisher vor allem auf Effizienzparameter konzentriert, bei der laut Reuter große Unternehmen Vorteile haben. „Engagierte Bio-Betriebe, die für mehr Biodiversität auf dem Acker und mehr Tierwohl sorgen, was nicht im PEF abgebildet wird, geraten dabei ins Hintertreffen“, befürchtet sie. Ihre Forderung lautet deshalb:  „Kleine und mittelständische Bio-Unternehmen, mit regionalem Bezug zu Natur und Mensch, dürfen nicht benachteiligt werden.“

Außerdem bemängelt Reuter: „Wichtige Kriterien, wie etwa der Erhalt der Biodiversität oder der Aufbau von Humus in der Landwirtschaft, werden hier nicht genügend berücksichtigt.“

Hintergrund

Bisher gibt es keine einheitlichen EU-Vorgaben zur Kennzeichnung von Umweltprodukten. Seit 2010 plant die EU, einen Binnenmarkt für grüne Produkte zu etablieren. Die einheitliche Beurteilung von Produkten und Institutionen durch den „Product-Environmental Footprint“ (PEF) und „Organisation-Environmental Footprint“ (OEF) soll mehr Transparenz für Verbraucher schaffen. Ende 2016 wurden dazu die ersten Pilotprojekte abgeschlossen, die derzeit von der EU evaluiert werden. Über die Auswirkungen der EU-Initiative diskutierte heute die Bio-Branche auf der Fachtagung „Schaden die geplanten EU-Umweltstandards der Bio-Branche?“ in Berlin.


Stichworte:

Europa

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