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Allos: „Fakten proaktiv offengelegt“

von Horst Fiedler (Kommentare: 0)


Bei der Kommunikation über Abwicklung des Arbeitsplatzabbaus am Standort Drebber ist es offenbar zu Missverständnissen zwischen der Allos Hof-Manufaktur GmbH und der Arbeitnehmer-Vertretung gekommen. Das Unternehmen reagiert auf Kritik der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) mit einer Klarstellung.


Die NGG, Region Oldenburg/Ostfriesland, wirft Allos vor, sich von zwei Drittel (51 Arbeitnehmer) des Personals in Drebber zu trennen, ohne den Arbeitnehmervertretern die Chance zu geben, eine Alternative zu entwickeln. Sie bezieht sich dabei auf Allos-Rechtsanwalt Axel Karch, der jeden Vorstoß abgelehnt haben soll, um die Arbeitsplätze am Standort Drebber zu halten. NGG-Geschäftsführer Matthias Brümmer hatte sich wie folgt geäußert: „Das Unternehmen will ohne nachvollziehbare Fakten die Produktion an Dritte auslagern und verweigert eine wirtschaftliche Überprüfung durch den Betriebsrat. Es ist schockierend, wie ein Träger der ‚Wir haben es satt‘-Demo mit seinen Beschäftigten umgeht.“

„Sachlich korrekter“ Austausch gefordert

„Die Allos Hof-Manufaktur respektiert den Wunsch von Betriebsrat und Gewerkschaft, die eigenen Interessen auch im Dialog mit den Medien zu kommunizieren. Wir bitten jedoch – auch im Interesse unserer Mitarbeiter – darum, einen sachlich korrekten Austausch zu wahren, damit keine weiteren Verunsicherungen auftreten“, heißt es bei Allos. Die Aussage „Das Unternehmen will ohne nachvollziehbare Fakten die Produktion an Dritte auslagern“ sei falsch: „Die Allos Hof-Manufaktur hat die Informationen zu den Hintergründen der Entscheidung über die Produktionsprozesse sowohl in einer offenen Bekanntmachung mit Fragerunde an allen Standorten, als auch über eine interne Mitteilung, proaktiv über die Presse und in gesonderten Terminen mit dem Betriebsrat offengelegt.“

Überdies werde nicht die gesamte Produktion an Dritte weitergegeben: „Die heute in Drebber angesiedelte Nassproduktion soll nicht mehr weitergeführt werden – zukünftig wird die Expertise der Mitarbeiter in Freiburg im Bereich Aufstriche auch für die Produktion der Allos-Fruchtaufstriche genutzt. Die Produktion von Gebäck und Honig vergibt die Allos Hof-Manufaktur an langjährige Partner der Bio-Branche.“

„Wirtschaftliche Überprüfung zugelassen“

Auch die Behauptung, Allos verweigere die wirtschaftliche Überprüfung durch den Betriebsrat sei falsch. Dieser Wunsch sei zu keiner Zeit verwehrt worden, „Fakten wurden proaktiv offengelegt“. Das Unternehmen sei bestrebt, eine faire Kommunikation mit der Arbeitnehmervertretung einzuhalten. „Wir haben umgehend Gespräche mit dem Betriebsrat und den Sozialpartnern eingeleitet und Verhandlungen über einen Sozialplan aufgenommen“, erklärt Geschäftsführer Eike Mehlhop. Mit der Zusammenlegung der Produktionen lege das Unternehmen wichtige Synergien frei. Überdies schaffe es ein zukunftsfähiges Fundament für wirtschaftlichen Erfolg und die Sicherung weiterer Arbeitsplätze.


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