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Polen kann Ökolandbau-Ziele bis 2013 erreichen

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die ökologische Landwirtschaft hat in Polen einen hohen politischen Stellenwert. Gemäß des Polnischen Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum soll die Entwicklung der Ökobranche alternative Einkommensquellen für Landwirte eröffnen sowie zusätzliche Arbeitsplätze schaffen und damit zur ländlichen Entwicklung und zum Schutz der Umwelt beitragen. Durch die attraktive finanzielle Förderung zur Umstellung auf Öko-Landbau befindet sich Polen auf gutem Wege, das für 2013 anvisierte Ziel von 25.000 Bio-Betrieben und 500.000 ha Bio-Fläche gut zu erreichen.

2007 bewirtschafteten 11.887 Bio-Betriebe eine Öko-Fläche von 285.878 ha (1,8 %). 2008 wurden rund 310.000 ha ökologisch bewirtschaftet. Mehr als die Hälfte der Öko-Betriebe (7385) befinden sich in Umstellung, so dass . nennenswerte Zuwächse im heimischen Bio-Produktangebot frühestens 2009 zu erwarten sind. 51 % der Bio-Fläche sind Grünland, 44 % Ackerfläche (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Kartoffeln). Die Obstproduktion (vor allem Beerenobst und Äpfel) 2006 eine Fläche von 20.000 ha. Da mehr als drei Viertel der Bio-Obstfläche erst 2006 und später umgestellt wurde, wird auch hier die Bio-Ware erst mit einiger Verzögerung den Markt erreichen. Tierische Bio-Produkte haben bislang mit Ausnahme von Milch und Eiern eine nur geringe Bedeutung. So sind Bio-Rind- und –Schweinefleisch nur mit 0,5 % an der Bio-Lebensmittelproduktion beteiligt.

Marktanalysen zeigen, dass es unter den Verbrauchern ein wachsendes Interesse an Bio-Lebensmitteln gibt. Allerdings fehlen noch weitere Informationen zu Bio-Produkten und ein entsprechend flächendeckendes Angebot. Auch auf Seiten der Verarbeiter und Händler (207 im Jahr 2007) wächst das Interesse an Bio-Lebensmitteln. Die Verarbeiter und Händler sind bislang auf die Ballungsgebiete konzentriert. Kleine Naturkostladenketten betreiben insgesamt etwa 250 Läden in ganz Polen. Neben dem Bio-Sortiment werden hier mit einem Anteil von 20-40 % jedoch auch konventionelle Produkte angeboten. Daneben haben auch Supermarktketten mittlerweile eigene Bio-Regale eingerichtet

Der Umstellungsboom in der polnischen Landwirtschaft resultiert zu einem großen Teil aus der im Zuge des EU-Beitritts massiv aufgestockten Förderung. Die Beihilfen der laufenden Förderperiode (2007-2012) reichen für umgestellte Flächen von 67 EUR /ha für Grünland bis 395 EUR /ha bei Dauerkulturen und Beerenobst. Für Ackerbaukulturen werden 202 EUR/ha gezahlt, für Gemüse 333 EUR/ha, für andere gartenbauliche Kulturen 167 EUR/ha und für Gewürzpflanzen 269 EUR/ha. In der Umstellungszeit liegen die Beihilfen noch um bis zu 27 % 
(Grünland) höher als für umgestellte Flächen.

Stichworte:

International


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