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Grüne Woche Bio-Markt von Ministerium und Verbänden dominiert

von von Redaktion (Kommentare: 0)


Der Bio-Markt hält sich wacker auf der Megaschau der Landwirtschaft und der Lebensmittelindustrie in Berlin. Beim elften Auftritt bewiesen vor allem die Verbände größere Präsenz, die treuen Grüne-Woche-Akteure aus Berlin und Umland waren ebenfalls wieder dabei. Das Ministerium lässt sich die Werbung für Bio auf der Grünen Woche einiges kosten.

 

Thorsten Meyer von der m&p public relation GmbH, der für die Gestaltung und Durchführung des Bio-Marktes zuständig zeichnet, war zwei Tage vor Ende der Grünen Woche recht zufrieden. Die Ausstellungsfläche war mit rund 3.000 m² doppelt so groß wie im Vorjahr und mit 44 Ausstellern besetzt. Die Verbände Bioland, Demeter, Naturland und Biopark hatten ihre Standflächen ausgedehnt. Und alle warteten mit gastronomischen Angeboten auf. Das kommt bei den Grüne-Woche-Besuchern am besten an und Probieren ist schließlich eine der einfachsten Methoden, um von Bio-Produkten zu überzeugen. Nebenbei kann man dann ein Gespräch anfangen über die Vorteile der Produkte aus Bio-Anbau, über Geschmack, Transparenz, Regionalität, Fairness usw. zu erzählen. Überzeugungsarbeit wird jedes Jahr auch am Stand des Bundesministeriums geleistet: In Gesprächen mit Bauern von den Demonstrationsbetrieben, mit Winzern bei der allabendlichen Weinverkostung (Bild), mit Kurzfilmen, einer Milchbar, Info-Material und Give-Aways oder beim Schaukochen mit Prominenten.

 

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung BLE lässt sich die Werbung für Bio einiges kosten. Dr. Johannes  Bender (Bild), Zuständiger bei der BLE/ Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL) freut sich, dass sich die Halle „spürbar belebt“ hat und wertet es als „schönen Erfolg, dass eine Sogwirkung vom Bundesprogramm ausgeht“. Immerhin sei es gelungen, das Budget für das Bundesprogramm wieder auf 16 Millionen Euro aufzustocken und diese jährliche Summe bis 2011 zu sichern. Ursprünglich waren nur noch 10 Millionen Euro vorgesehen gewesen. Über die Hälfte (8,75 Mio) stehen für Landwirtschaft und Forschungsprojekte zur Verfügung, der andere Teil für Kommunikationsmaßnahmen. Davon gibt es eine ganze Palette: Vom Schülerwettbewerb „bio find ich kuhl“ über „bio kann jeder“ für den Außerhausbereich und die „Bio-Spitzenköche“ bis zum Förderpreis Ökologischer Landbau. Darüber hinaus subventioniert das Bundesprogramm die Messeteilnahme von Firmen bis zu 80 %. Als Schwerpunkt der BÖL-Kommunikationssparte definiert Bender für 2008 das Vorhaben, verstärkt auf umstellungsinteressierte Landwirte zuzugehen. Für ein erstes Betriebsentwicklungsseminar in Dresden haben sich bereits 20 Landwirte angemeldet. „Wir versprechen uns viel davon“, erklärt Bender.   

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