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Gentechnikfreie Regionen: Schafft Kärnten den Durchbruch?

von Redaktion (Kommentare: 0)


Das österreichische Bundesland Kärnten plant ein Gentechnik-Vorsorgegesetz, um die Region frei von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) zu halten, geht aus einem Bericht des BNN im November 2003 hervor. Zurzeit prüft die EU-Kommission den Entwurf. Schwerpunkte sind die Festschreibung von Vorsichtsmaßnahmen gegen die zufällige Ausbreitung von GVO, die besondere Sicherung von Naturschutzgebieten sowie eine Genehmigungspflicht für jeden Landwirt, der GVO anbauen will. Um die Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten will Kärnten zusätzlich ein Gentechnikbuch einführen.

Der Entwurf habe gute Chancen, in Brüssel akzeptiert zu werden, betonte Oliver Drewes, Mitarbeiter im Stab von EU-Agrarkommissar Franz Fischler. Dem Bundesland Oberösterreich war allerdings noch im September von EU-Seite aus untersagt worden, sich zur gentechnikfreien Zone zu erklären. Die EU hatte das geplante Gentechnik-Verbot als rechtswidrig bezeichnet, da es keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse über Umweltprobleme durch die Verwendung gentechnisch veränderter Pflanzen gebe. Im Unterschied zum oberösterreichischem Entwurf basiert der Kärntner Gesetzestext daher auf dem Prinzip der Einzelfallprüfung. (16.12.03)

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