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Bio-Zitrusmarkt stark umkämpft

von Redaktion (Kommentare: 0)


Im Jahr 2001 betrug nach Angaben der FAO die Weltproduktion an ökologisch erzeugten Zitrusfrüchten rund 600.000 Tonnen. 30 Länder produzieren und exportieren Zitrusfrüchte. Haupterzeuger sind Italien, die USA, Brasilien, Costa Rica, Griechenland und Spanien. Trotz deutlicher Steigerungen in den letzten Jahren erreicht der Bio-Anbau nur einen Anteil von 0,6 Prozent an der Welt-Zitrusproduktion. Allerdings sind weitere Mengensteigerungen an Bio-Ware in den nächsten Jahren zu erwarten, da sich noch große Flächen in der Umstellungsphase befinden.

95 Prozent des EU-Bedarfs werden in den Mittelmeerländern erzeugt. Italien führt mit einer Produktion von 140.000 Tonnen Orangen, 60.000 Tonnen Easy-Pealer und 100.000 Tonnen Zitronen. Allein in Sizilien und Kalabrien befanden sich in 2001 10.800 Hektar zertifizierte Bio-Zitrusanlagen. In Spanien wurden in 2002 auf rund 1.160 Hektar Bio-Zitrusfrüchte angebaut, fast 800 Hektar davon befinden sich in Andalusien. Jährlich werden etwa 25.000 - 30.000 Tonnen Bio-Zitrusfrüchte erzeugt, die vor allem in die nördlichen EU-Länder und die Schweiz exportiert werden.

Innerhalb der EU ist Deutschland mit 13.000 Tonnen in 2001 der größte Netto-Importeur an Bio-Zitrusfrüchten. Das sind 30 Prozent der Gesamt-Bio-Obstimporte in Deutschland. Hauptlieferanten sind Italien und Spanien. Die Preise für Bio-Zitrusfrüchte weisen auf allen Handelsstufen eine fallende Tendenz auf. In Spanien und Italien wird nicht die gesamte Bio-Ernte auch als Bio-Ware verkauft, weil die Preisaufschläge nicht in jedem Fall die Zertifizierungskosten wettmachen. Da der Bio-Bonus insgesamt weiter schrumpft, wird mit einem weiteren Preisverfall für Frischmarktware gerechnet. Der Verbrauch an konventionellen Zitrusfrüchten in der EU wird für das Jahr 2010 auf 7,9 Mio. Tonnen prognostiziert. Bei einem Bio-Anteil von 5 - 10 % bedeutet das ein Potenzial von 400.000 - 800.000 Tonnen Bio-Zitrusfrüchten.

(11.11.03)

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