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Bio-Landbau in Sachsen-Anhalt entwickelt sich langsam aber stetig

von Redaktion (Kommentare: 0)


Nach Auffassung der BioHöfeGemeinschaft (Verein zur Förderung der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft) Sachsen-Anhalts - (http://www.biohoefegemeinschaft.de) - reichen die Regelungen für das staatliche Bio-Siegel nicht aus. In Deutschland produzierte Bio-Lebensmittel sollten langfristig den viel höheren hiesigen Qualitätsanforderungen entsprechen. Die vielen unterschiedlichen deutschen Kennzeichen hätten einen gleichermaßen hohen Standard gemeinsam, der durch das neue Bio-Siegel unterwandert werden könne. Die deutschen Maßstäbe seien strenger als viele der EU-Regeln.

Im Zuge der BSE-Krise verzeichneten Bio-Produzenten einen kurzzeitigen Anstieg ihres Absatzes. Das geforderte langfristige Umdenken der Verbraucher sei jedoch bei den gegenwärtigen Tiefstpreisen für Lebensmittel schwerer denn je zu erreichen, so Vorstand Günter Schlotter. Leidtragende seien ökologisch oder konventionelle arbeitende Landwirte und Verarbeiter gleichermaßen. Die BioHöfeGemeinschaft hält die Verarbeitungskapazitäten in Sachsen-Anhalt für viel zu gering. Direktvermarktung sei existenziell wichtig für viele der Bio-Betriebe. In Hofläden oder Fachgeschäften stoßen biologisch erzeugte Lebensmittel auf die Akzeptanz der Verbraucher. Nicht zu unterschätzen sei dabei der persönliche Kontakt zum Kunden und der äußere Zustand der Waren.

Ein "Renner" sind noch immer Bio-Eier. Auch Bier mit dem Bio-Siegel wird in zunehmendem Maße konsumiert. Die Neuendorfer Brauerei Demmert ist gegenwärtig die einzige in Sachsen-Anhalt, die ökologisch braut. Obwohl ca. ein Fünftel teurer als konventionelles, werde das Bier gut akzeptiert, so Brauerei-Mitarbeiter Adalbert Hagemann. Rund ein Drittel der Gesamtproduktion trage das entsprechende Gütesiegel und verkauft werde das Bier bis nach Berlin, Dresden, Halle und Magdeburg.

In Sachsen-Anhalt bewirtschaften 246 Öko-Betriebe rund 33000 Hektar, das sind etwa 3 % Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche. Seit 1991 gibt es einen deutlichen kontinuierlichen Aufwärtstrend. Das Spektrum der Bio-Bauern reicht vom kleinen gärtnerischen Unternehmen bis zur großen Agrargenossenschaft. Weiterhin etablieren sich am Markt eine Reihe von Produzenten ökologischer Produkte, wie u. a. die Burger Knäckebrotfabrik, die Röstfein Kaffee GmbH aus Magdeburg und die Kroppenstedter Ölmühle.

(30.10.03)

Stichworte:

Regionalvermarktung


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