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Bio-Anbau in Brandenburg wieder gefördert

von Redaktion (Kommentare: 0)


Ludolf von Maltzan, Geschäftsführer des Landwirtschaftsbetriebes Ökodorf Brodowin (Bild) warnte trotz zweistelliger Umsatzraten vor überzogenem Wachstum. Es gebe höhere Umsätze bei Milch und die Öko-Kiste werde verstärkt nachgefragt. In diesem Bereich wurden jetzt zusätzliche Beschäftigte eingestellt. Dazu kommt eine Ausdehnung beim Gemüseanbau, v.a. bei Salat, Kartoffeln und Zwiebeln. Zu den 20 Hektar für Gemüse (gesamt 120) sollen anderthalb bis zwei Hektar Fläche dazukommen. In der Milchproduktion gibt es jedoch Schranken aufgrund der Quoten. Insgesamt ist der Geschäftsführer zufrieden. Es sei schön, wenn man seine Waren zu angemessenen Preisen verkaufen kann. "Das Stimmungsbild ist jetzt deutlich positiver als vor zwei Jahren", so sein Fazit.

 

Die Steigerung der Biobranche wird im gesamten Berufsstand diskutiert. So glaubt Holger Lampe, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes, dass die Böden der Region nicht die Voraussetzungen bieten. Und: werde nicht genug produziert, dann sei es für den Großhandel nicht interessant. Nach Lampes Einschätzung ist Bio längst keine Nischenproduktion mehr. "Das sind richtige Fachleute, die zum Teil in der Fachhochschule Eberswalde eine gute Ausbildung erfahren haben". Bei den konventionellen Großbetrieben gebe es trotz der Steigerungsraten in der Bio-Branche nicht die Tendenz umzusteigen, schätzte der Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes.

 

Kürzlich hatte der Brandenburgische Landwirtschaftsministers Dietmar Woidke entschieden, die Förderung der Bioproduktion nun doch nicht zu kürzen, wie ursprünglich für 2007 geplant. Stattdessen wird sie in der Förderperiode 2007 bis 2013 um zehn Mio. Euro erhöht. Damit erhalten Biolandwirte zwischen 137 und 120 Euro je Hektar zusätzlich. Dabei geht die höhere Summe an Betriebe, die einen größeren Tierbestand haben. Wenn jemand auf Bioproduktion umsteigen möchte, dann kann er sich an den Landkreis wenden. "Wir bieten Beratung und auch die Anträge können bei uns gestellt werden", informierte Sprecherin Sabine Hellwig. Unterstützt werde auch die Vermarktung von Produkten. Der Landkreis wirke in einer Arbeitsgruppe mit, die sich um die Förderschiene "Regionen aktiv" kümmert.

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