Anzeige

Wolfgang Falkner: "Frecher werden, schadet nicht"

von Katrin Muhl (Kommentare: 0)


Team NaturkosmetikCamp 2018
TheCampCompany-Inhaber Wolfgang Falkner (links) und sein Team freuen sich über fünf Jahre NaturkosmetikCamp. © NaturkosmetikCamp/Jasmin Walter

Seit fünf Jahren veranstaltet TheCampCompany das NaturkosmetikCamp. Wir haben mit Inhaber Wolfgang Falkner zurückgeblickt und gefragt, was er sich künftig von der Branche wünscht.

bio-markt.info: Was ist Ihnen in fünf Jahren NaturkosmetikCamp besonders in Erinnerung geblieben?

Wolfgang Falkner: Das erste NaturkosmetikCamp in den Bergen, in Kufstein, in Tirol, ist mir schon gut in Erinnerung geblieben. Wir hatten einen genialen Ausblick. Das Motto war „Die Zeit ist reif“ und man hatte gemerkt, in der Naturkosmetik, da herrscht jetzt Aufbruchsstimmung: Alles hat sich professionalisiert. Im Marketing ist extrem viel entstanden, auch im Bereich Verpackung gab es viel Neues. Es ist auch viel über Inhaltsstoffe gesprochen worden. Man hat richtig gespürt, so, da passiert jetzt etwas Großes.

Wie haben sich die Themen seither gewandelt?

Am Anfang war das Thema der Zertifizierung sehr stark, hab ich gemerkt. Was ist das beste Zertifikat und was ist wirklich nur Greenwashing? Wie kann man sich differenzieren? Wie kann man glaubwürdig sein. Und jetzt merkt man immer mehr, die Marke steht für gewisse Werte und nicht mehr so sehr das Zertifikat. Themen wir Verpackung und Inhaltsstoffe sind immer dabei. Stark gewandelt haben sich die Marketing-Themen. Anfangs ging es da viel um Inhalte für Social Media. Jetzt wird alles ein bisschen kritischer gesehen, und es geht ein bisschen weiter. Zum Beispiel dahin, ein politisches Profil zu kommunizieren.

Video © TheCampCompany

Wie geht es weiter mit dem NaturkosmetikCamp?

Ich möchte danach erstmal ein bisschen durchatmen und dann schauen, was wir weiter machen, auch vom Konzept her. Wobei ich glaube, dass wir auf einem guten Weg sind. Es entsteht sehr viel an Input.

Was wünschen Sie sich für die kommenden NaturkosmetikCamps?

Es ist schon viel, das in Erfüllung gegangen ist, zum Beispiel die Offenheit der Branche und die Bereitschaft, über Themen auch zu diskutieren. Das finde ich sehr schön. Wo das Camp am Anfang ein bisschen vortragslastiger war, gibt es jetzt viel mehr Diskussion. Was ich mir wünsche ist, dass die Leute nicht rausgehen und nur ihr eigenes Süppchen kochen, sondern mehr zusammen machen und sich gegenseitig unterstützen. Gemeinsam kann man da so viel bewegen.

Da wir schon beim Wünschen sind: Was erhoffen Sie sich in Zukunft von der Naturkosmetikbranche?

Dass die Unternehmen mutig und ein bisschen frecher werden, das schadet glaube ich nicht. Dass sie dran bleiben, an dem, was sie tun und sich nicht vereinnahmen lassen von den großen, konventionellen Konzernen, ihnen nicht den Vortritt geben. Wir machen in der Naturkosmetik schon immer so viel Gutes – wir müssen es nur ein bisschen besser kommunizieren.

Lesen Sie auch:
Naturkosmetik: Sorgenkind im Bioladen
Naturkosmetik: Mit den Konventionellen mithalten


Stichworte:
zur Startseite/alle Meldungen

Zurück

Uns interessiert Ihre Meinung. Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum Thema!




Newsletter

E-Mail
E-Mail bestätigen

Anzeige

Anzeige


Lesen Sie hier die aktuelle
Ausgabe des BioHandel