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WALA baut für die Zukunft

von Karin Heinze (Kommentare: 1)


Das neue Laborgebäude der Wala in Bad Boll.

Bild: Das neue Laborgebäude der Wala in Bad Boll.

In dem neuen Laborgebäude von WALA steckt viel drin - nicht nur modernste Analyse- und Umwelttechnik. Der organische Glasbau in Bad Boll soll auch ein Zeichen setzen. Der Arzneimittel- und Naturkosmetikhersteller will eine Brücke zur wissenschaftlichen Forschung schlagen, um wichtige medizinische Fragestellungen gemeinsam zu lösen, Phytowirkstoffe zu erforschen und neue Ansätze zu entwickeln. Das Unternehmen denkt langfristig und investiert in die Zukunft.

Beim Bau des neuen Laborgebäudes wurde ganz besonders auf die Einbettung in die Landschaft und viele weitere Umweltaspekte geachtet.

Bild: Beim Bau des neuen Laborgebäudes wurde ganz besonders auf die Einbettung in die Landschaft, aber auch viele weitere Umweltaspekte geachtet.

Dr. Hauschka, die Naturkosmetikmarke der WALA, feiert dieses Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum, die Arzneimittelsparte ist bereits über 80 Jahre alt. Mit den rund 900 anthroposophischen Arzneimitteln und 160 Kosmetikprodukten machte das Unternehmen 2016 einen Umsatz von 130 Millionen Euro. Mit ca. 70 Prozent ist die Kosmetiksparte der Umsatzbringer. Die Marke Dr. Hauschka mit ihrem besonderen Verständnis für das größte menschliche Organ, die Haut, und dem darauf basierenden Pflegekonzept, verkauft sich in 40 Ländern weltweit. Die Geschäftsleitung des Unternehmens ist recht zufrieden mit der Umsatzentwicklung.

Wala Geschäftsführer Dr. Johannes Stellmann.Öffentlicher Campus soll entstehen

Geschäftsführer Dr. Johannes Stellmann betont: „Gewinne bedeuten Zukunft.” Ohne den geschäftlichen Erfolg hätte WALA nicht 30 Millionen in den Vorzeigebau investieren können. Stellmann spricht von einem Freiraum, den 1986 die damaligen Geschäftsführer Dr. Heinz-Hartmut Vogel und Karl Kossmann mit der Gründung einer wirtschaftlich aktiven Stiftung geschaffen haben: „Wir stehen voll im Wettbewerb und erachten das als zukunftsfähiges Modell, denn wir können sehr langfristig denken, ohne uns dem Druck des Shareholder Value auszusetzen. Die Keime von heute werden Früchte tragen und die Gewinne, die wir erwirtschaften, haben ausschließlich den Zweck, das Unternehmen mit allen seinen Mitarbeitern zu fördern", erklärt Stellmann. Der Gründungsimpuls komme sehr deutlich im neuen Laborbau zum Ausdruck: „Das Fragen und Forschen, natürlich auch messbare Ergebnisse, überprüfbare Analysen und Qualitätssicherung stecken in dem vierstöckigen Bau", so Stellmann.

Bild Wala © : Wala Geschäftführer Dr. Johannes Stellmann.

 

Bild: Das Außengelände des Campus mit großzügigen Grünanlagen mit heimischen Pflanzen und Wasserfläche steht den Bürgern und Besuchern von Bad Boll/ Eckwälden offen.

Bild: Das Außengelände des Campus mit großzügigen Grünanlagen, heimischen Pflanzen und Wasserfläche steht den Bürgern und Besuchern von Bad Boll/ Eckwälden offen.

Vor zehn Jahren hat man mit den ersten Überlegungen für den Bau begonnen, als deutlich wurde, dass die Laborgebäude im Nachbarort Eckwälden über kurz oder lang an ihre Grenzen kommen würden. Bereits 2008 war daher ein Wettbewerbsverfahren eröffnet worden, an dem sich sechs anerkannte europäische Architekturbüros beteiligten. Mitglieder der Jury waren verschiedene Architekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, die Gemeinde Bad Boll sowie die WALA Heilmittel GmbH und die WALA Stiftung

Das neue Laborgebäude der Wala in Bad Boll.

Bild Wala ©: Das neue Laborgebäude im parkartigen Gelände.

Entstanden ist daraus quasi ein neuer Stadtteil des Kurortes Bad Boll, der auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Auf dem 6,5 Hektar großen Gelände können in den nächsten 20 Jahren noch weitere Gebäude gebaut werden, deren äußere Hülle sich in seiner Form an Zellen orientiert. Der erste Bauabschnitt, das Labor, wurde im April fertiggestellt und im Mai bezogen. Der Gesamtbebauungsplan für den Campus ist jedoch bereits genehmigt, sodass bei Bedarf nur eine sehr kurze Genehmigungszeit für einen weiteren Bauabschnitt nötig ist. Parallel wird im nahen Zell ein Logistikzentrum gebaut, das im Frühjahr 2018 in Betrieb gehen soll.

Das großzügige Treppenhaus führt zu den Laboren und Büros.

Bild Wala ©: Das großzügige Treppenhaus führt zu den Laboren und Büros.

Forschen, prüfen und die Pflanzenbiografie im Blick behalten 

Jeden Monat werden rund 1.000 Chargen Ausgangsstoffe und fertige Produkte untersucht. Das Laborgebäude ist für 180 Mitarbeiter ausgelegt, derzeit sind 120 Personen dort beschäftigt. Grund für den Neubau seien nicht nur der begrenzte Platz in den alten Gebäuden, sondern auch die stetig steigenden Anforderungen gesetzlicher Art und der hohe Qualitätsanspruch der WALA für Arzneimittel und Kosmetik gewesen, so Dr. Ulrich Riegert, Leiter der Abteilung Qualitätskontrolle. Die Variante, Untersuchungen an Auftragslabore zu geben, nutze das Unternehmen nur in ganz besonderen Fällen. Der Grund: Man wolle die Biografie der Rohstoffe idealerweise vom Saatgut bis in die Tube und das Regal des Händlers kennen.„Dieses Wissen und unsere Erfahrung sind unser Schatz", erklärt Prof. Dr. Dietmar Kammerer, der Abteilungsleiter für Analytische Entwicklung und Forschung ist. Externe Labore lieferten zwar Ergebnisse, aber in der Regel keine Interpretationen.

Modernste Analysetechnik im Wala Labor

Bild Wala ©: Modernste Analysetechnik steht in den Laboren zur Verfügung für die Untersuchung von Ausgangsstoffen und die Qualitätssicherung von Arzneimitteln und Kosmetik.

Prof. Dr. Florian Stintzing, WALAGemeinsam wissenschaftliche Lösungen anbieten

Schon vor 15 Jahren hat die WALA Heilmittel GmbH die Weichen für die interdisziplinäre Forschung gestellt. „Wir haben uns für die Schulmedizin geöffnet, um zum einen auch klinische Forschung betreiben zu können zum anderen, um Lösungen für aktuelle drängende Probleme wie die Antibiotika-Resistenz zu erforschen", sagt Dr. Stellmann. Dabei wolle man sich nicht in seiner Identität verbiegen. „Wir bleiben unserer Vision treu, aber wir wollen uns diesen Fragen von Außen nicht verschließen." Es sei eine gesellschaftliche Aufgabe, der sich das Unternehmen aus seinem Selbstverständnis heraus verpflichtet fühle.  

Erste vielversprechende Ansätze der interdisziplinären Forschung gibt es bereits seit einigen Jahren. Mit den neuen räumlichen Kapazitäten sei jedoch ein neues Kapitel aufgeschlagen worden, so Prof. Dr. Florian Stintzing, der das Ressort Wissenschaft bei der WALA leitet. Es werden Doktorarbeiten ausgeschrieben und Doktoranden sowie Masterstudenten im Unternehmen begleitet. Fragen zur Wirkweise von Pflanzen und ihrer Funktion im Körper können so grundlegend bearbeitet werden.

Professor Daniels von der Uni Tübingen Die Ergebnisse liefern aber auch Material für die Argumentation zu regulatorischen und Gesetzgebungsfragen auf EU-Ebene. Eine fruchtbare Zusammenarbeit ist beispielsweise zwischen Prof. Dr. Rolf Daniels von der Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Bild links) und dem Unternehmen entstanden. Wissenschaftliche Kolloquien, mehrmals im Jahr, sind ebenfalls Praxis in Bad Boll.

Der Erfahrungsaustausch diene unter anderem auch dem Ziel, althergebrachte, heimische Heilpflanzen zu analysieren und unter neuen Gesichtspunkten zu betrachten, sagt Prof. Dr. Florian Stintzing. Das wissenschaftliche Team und die Geschäftsleitung gehen davon aus, dass das neue WALA Labor ein Zeichen setzt und viel Strahlkraft in die Welt der Wissenschaft besitzt und sich die Investition in die Zukunft auf jeden Fall auszahlt.

 

Bilder: Prof. Dr. Florian Stintzing (oben rechts) und Prof. Dr. Rolf Daniels (unten links) arbeiten bereits eng zusammen.

 

 

 

Video: Impressionen aus dem WALA Garten, dem Sonnenhof und dem neuen Laborgebäude.


Stichworte:

Forschung und Studien

Hersteller

Kosmetik/Textilien


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Kommentar von Judica Schwab Strampelwicht und Krankenschwester |

Toll!!!!
Danke für diesen Traumgarten!!!



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