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BioOst: Kommunikations- und Genuss-Plattform

von Karin Heinze (Kommentare: 0)


Zum dritten Mal trafen sich Bio-und Reform-Aussteller mit den Fachbesuchern in der Halle 25 der Messe Berlin. Die Messeveranstalter zählten 2135 Besucher, im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 7,5 Prozent. Die Zahl der Aussteller hatte sich um vier Prozent von 280 auf 290 erhöht. Da jedoch etliche Aussteller ihre Stände vergrößert hatten, musste der Gastronomie-Bereich ausgelagert werden. Die Veranstalter stellten die erste Klimabilanz der BioMessen vor und die Berliner Staatssekretärin Sabine Toepfer-Kataw (CDU) nahm sich viel Zeit für Gespräche mit Ausstellern und Branchenvertretern.


Bild BioOst, von li nach re: Tobias Bandel/Soil & More, Wolfram Müller/BioMessen, Heike Kruspe/Bioland Ost e.V., Matthias Deppe/BioMessen, Sabine Toepfer-Kataw, Staatssekretärin Justiz und Verbraucherschutz Berlin, Michael Wimmer/FÖL Berlin Brandenburg, Elke Röder/BNN, Carsten Greve, Reformhaus eG, Michael Stienen/Naturland

Wie im vergangenen Jahr besuchte die Staatssekretärin für Justiz und Verbraucherschutz des Berliner Senats, Sabine Toepfer-Kataw, die BioOst und nahm sich Zeit für einen ausgiebigen Messerundgang und den Austausch mit Ausstellern sowie Vertretern von Anbau- und Branchenverbänden. Sie sei sehr gut informiert, war anschließend zu hören. DIe Staatssekretärin brachte ihre Anerkennung zum Ausdruck, dass sich die BioOst so erfolgreich in Berlin etabliert hat und als Handels- und Kommunikationsplattform fungiere. Sie betonte die Wichtigkeit einer aktiven Vermarktung: „Um Bio-Produkte in der Region für Verbraucher auf breiter Ebene zugänglich zu machen, braucht es funktionierende Strukturen.“ Die Messe leiste dazu einen wichtigen Beitrag, sagte sie.

Bild: Lobbyarbeit auf der BioOst: Branchenvertreter (Elke Röder /BNN li) informieren die Staatssekretärin Sabine Toepfer-Kataw über ihre Anliegen.

Regionalanteil von Ausstellern bei 15 - 20 Prozent

Der Anteil von Herstellern, die aus der Region kommen und nur auf einer der BioMessen vertreten ist, liegt - laut Veranstalter - bei 15 bis 20 Prozent. Rund 60 Prozent der Aussteller sind auf allen vier Veranstaltungen präsent. Einige Hersteller und Großhändler haben sich dieses Jahr in Berlin mehr Platz für ihre Stände genommen. Mit Dennree, Naturkost Erfurt und Claus Pural waren drei bundesländerübergreifende Großhändler präsent, dazu kam noch die Berliner Biogros Handels GmbH die vorrangig die Hauptstadt mit Bio- und Reformwaren bedient. An den Gemeinschaftsständen der Bio-Verbände waren traditionell Markenhersteller vertreten, allerdings fehlte der große Gemeinschaftsstand der Wertemarken auf der BioOst. Ansonsten bot die BioOst eine bunte Mischung aus bundesweit gelisteten Herstellern und kleinen Firmen und Start-ups aus Berlin-Brandenburg und anderen Regionen, die zum Teil noch an ihrer Einlistung im Großhandel arbeiten.

Bilder: Eine Reihe von Start-ups präsentierte sich neben den etablierten Firmen (Naturkost Erfurt) wie z.B. Gutding aus  Hamburg, die erst seit vergangenem Sommer auf dem Markt sind.

 

Ein Tag zum effektiven Messebesuch wird geschätzt

Die kompakte Form der BioMessen und die Beschränkung auf einen Tag findet generell Anklang beim Fachpublikum. Sich ohne großen „Schnickschnack“ auf die Kontaktpflege mit den LIeferanten und das Kennenlernen der Produkte zu konzentrieren, das schätzen viele Besucher. Die Statistik der BioOst verzeichnete von 2013 auf 2014 ein Plus von gut 230 Menschen auf 1985 Besucher (13,4 %). Dieses Jahr entschlossen sei noch einmal 150 Interessierte mehr, die Messe zu besuchen. Nach einem etwas verhaltenen Start, wurde die Halle gegen Mittag voller. Die Veranstalter meldeten am Ende 2135 Besucher. Matthias Deppe und Wolfram Müller sind sich mittlerweile sicher, dass die Entscheidung, vier regionale BioMessen zu veranstalten richtig war: „Jede Region braucht ihre eigene BioMesse“, erklärt Matthias Deppe im Messemagazin. Auch weil jede Region ihre Besonderheiten und Schwerpunkte habe.

Die Beschränkung auf für den Fachhandel relevante Angebote und die Orientierung an den Sortimentsrichtlinien des BNN, macht nach Ansicht von Matthias Deppe und Wolfram Müller unter anderem die Qualität der BioMessen aus. Man habe auch Firmen abgesagt, weil sie beispielsweise nicht über den deutschen Großhandel verfügbar oder nicht relevant für den Facheinzelhandel seien. Die ReformWelt hingegen beurteilen Deppe und Müller als „wichtige konzeptionelle Ergänzung“. Auf der Fläche für Firmen, die auch die Reformhäuser beliefern, präsentierten sich 22 Aussteller, darunter Logona, Santaverde, Wowbab (Riegel mit Baobab), Naturkost Übelhör oder Lebepur.

Bild: Die Reformwelt war Plattform für Bio-Firmen und klassische Reformhaushersteller

Erste Klimaneutralitäts-Bilanz wurde vorgestellt

„Dass die BioMessen in punkto Nachhaltigkeit überzeugend gestaltet sind, ist für uns als Veranstalter eine Selbstverständlichkeit“, erklärte Matthias Deppe auf der BioOst. Zusammen mit Soil& More haben die BioMessen 2014 ein spezielles Konzept erarbeitet (wir berichteten), das die Kompensation des durch den Messebetrieb entstehenden CO2 durch regionalen Humusaufbau ermöglicht. Derzeit nehmen sechs Bio-Höfe an dem Konzept teil, die die rund 4000 Tonnen angefallenes CO2 durch ihre ökologischen Maßnahmen sogar um 100 Tonnen überkompensieren konnten, wie die Veranstalter mitteilten. Auch BNN-Geschäftsführerin Elke Röder  betonte, das gemeinsames Handeln in Sachen Nachhaltigkeit wichtig sei: „Der BNN repräsentiert Hersteller sowie Handel der Bio-Branche und damit eine Wertschöpfungskette, die die ökologische Landwirtschaft als Basis hat. Daher sehen wir es als zentrale Aufgabe, die Bio-Landwirtschaft stets mitzudenken und zu unterstützen. Das Klimaneutralitätsprojekt der BioMessen ist in diesem Zusammenhang für uns Teil der gemeinsamen Aktivitäten zum Thema Nachhaltigkeit. Ein Thema, an dem wir als Bio-Branche dran bleiben müssen, da es gilt, sich kontinuierlich zu verbessern und Visionen umzusetzen.“ Der Bundesverband Naturkost Naturwaren BNN e. V. ist Schirmherr der BioMessen.

Bild: Die Fachbesucher auf der BioOst konnten sich auf Infowänden und anhand eines Kurzfilms ebenfalls über das Thema Boden/Klimaneutralität informieren. 


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