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Biofach: „Bio schafft Zukunft“ in Deutschland und weltweit

von Karin Heinze (Kommentare: 0)


Deutschland ist Land des Jahres und will eine Zukunft für bio schaffen Deutschland ist Land des Jahres der 28. Biofach. Unter dem Motto „Bio schafft Zukunft - Building an Organic Future“ möchte sich das Gastgeberland den Fachbesuchern aus aller Welt - 2016 waren es über 48.000 -  "Bio als wissens- und wertebasierte Wirtschaftsform“ präsentieren. Wie die NürnbergMesse mitteilt, kommen 736 Aussteller aus Deutschland und laden auf eine Reise mit 65 Stationen durch die Bio-Regionen ein (weitere Infos).

Mit über 2.700 Ausstellern und einem umfangreichen Kongressprogramm bieten die Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel und die parallel stattfindende Naturkosmetikmesse Vivaness, mit 255 Ausstellern, einmal mehr eine Bühne für innovative Produkte, neue Konzepte Informationen, Diskussionen und Ideen.

Bild: Logo des Biofach-Land des Jahres Deutschland. Das Bundesministerium will eine Zukunft für Bio schaffen - Innovation uns Verantwortung gehören dazu.

Zahlen und Analysen auf dem Kongress

Wie hat sich der Bio-Umsatz im vergangenen Jahr entwickelt, welcher Vertriebskanal hat wie abgeschnitten und wie sieht die Bilanz der Erzeuger aus? Zu diesen Fragen liefern Bio-Verbände und Marktforscher auf der BioFach Antworten. Traditionell werden die aktuellen Umsatzzahlen zum deutschen Bio-Markt des Vorjahres sowie zu den europäischen und weltweiten Bio-Märkten vorgestellt, inklusive der Entwicklung der ökologisch bewirtschafteten Flächen. Gespannt sein kann man auch auf die Jahresbilanz des deutschen Naturkostfachhandels. Eine erste Übersicht der Marktzahlen für den deutschen Fachhandel und die Gesamtentwicklung des Umsatzes sowie des Öko-Landbaus finden Sie bereits bei uns.

Auf der Messe, die am kommenden Dienstag beginnt, wird das Zahlenwerk um detaillierte Analysen vertieft, unter anderem auf diesen Veranstaltungen auf dem BioFach-Kongress (weitere Veranstaltungstipps finden Sie am Ende des Artikels):

Sortiments- und Markttrends 2016

Der deutsche Bio Markt: Zahlen, Fakten, Analyse

Bio in Frankreich und Deutschland – Vergleich und Austausch zwischen den beiden wichtigsten europäischen Bio-Märkten

Wo steht der Fachhandel heute? 

Die Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau des BMEL

Gespannt blickt die Branche auch der ‚Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau" (ZöL) entgegen, die Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt am Biofach-Eröffnungstag vorstellen wird. Das Ministerium strebe einen Anteil ökologisch bewirtschafteter Fläche von 20 Prozent an, wie Schmidt immer wieder betont. „Bund und Länder werden mit dieser Zukunftsstrategie die heimische Ökolandwirtschaft stärken, regionale Bio-Aktionsprogramme oder Öko-Modellregionen ergänzen und effizient fördern“, heißt es in einer Erklärung. Im Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) unterstützte der Bund den Bio-Anbau zuletzt jährlich mit 17 Millionen Euro, 2017 sind es 20 Millionen Euro. Das sei jedoch noch zu wenig, bemängelt der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW).

Vertreter des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft BMEL werden das Konzept und die Roadmap für mehr Ökolandbau in Deutschland im Rahmen des Kongresses vorstellen.

Vorstellung der BMEL-Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau

Aktionen für mehr Bio – was tun die Bundesländer?

Das BÖLN: Innovatives Förderinstrumentarium für die Zukunft der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt betont immer wieder, dass er 20% Öko-Landbaufläche anstrebt.

Bild: Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt betont immer wieder, dass er 20% Öko-Landbaufläche anstrebt. Sehen Sie den Video-Mitschnitt der Rede des Ministers vom BÖLW-Empfang in Berlin (ab Min. 4:40)

Schwerpunktthema 2017: "Vielfalt und Verantwortung für die eine Welt"

Die Bio-Bewegung hat von jeher den Anspruch, dass Bio ein ganzheitlicher gesellschaftlicher Entwicklungsansatz ist. Der BÖLW ist als deutscher Bio-Dachverband ideeller Träger der Weltleitmesse. Vorsitzender Felix Prinz zu Löwenstein erklärt, der BÖLW möchte als MIt-Veranstalter den Fachbesuchern aus aller Welt zeigen, „welch große Bedeutung Bio als wissens- und wertebasierte Wirtschaftsform für Deutschland und weltweit hat. Deutsche Bio-Unternehmer übernehmen vor Ort und auch international ökologische und soziale Verantwortung.“

Der internationale Bio-Dachverband und BioFach-Schirmherr, IFOAM Organics International, sieht als Grundlage für das gemeinsame Verständnis der weltweiten Bio-Bewegung vier gemeinsame Prinzipien: Gesundheit, Ökologie, Gerechtigkeit und Sorgfalt. „Die Bio-Akteure schaffen auf vielfältige, lokal angepasste Weise eine zukunftsfähige Land- und Lebensmittelwirtschaft, die im Einklang mit Boden, Wasser sowie Klima funktioniert, in Kreisläufen denkt und die Lebenschancen der Menschen heute und in Zukunft stärkt", erklärt IFOAM. „Eine Gemeinsamkeit, die die Bio-Bewegung verbindet, ist ihre Vielfalt“, heißt es weiter. Im Kongress wird daher neben dem Aspekt "Verantwortung" auch Vielfalt in vielen Facetten thematisiert und ökologische Zukunftslösungen aus globaler und lokaler Perspektive präsentiert. Unter anderem in folgenden Veranstaltungen:

The World of Organic Agriculture at BIOFACH 2017

Practical research for climate protection in organic agriculture

Making the CAP more sustainable

Regionale Nährstoffkreisläufe

Neue Techniken in der Pflanzen- und Tierzucht - Chance inmitten der Bedrohung

Am BioFach Eingang Mitte werden die teilnehmenden Nationen mit ihren Flaggen begrüßt

Bild: Am Biofach Eingang Mitte werden die teilnehmenden Nationen mit ihren Flaggen begrüßt.

Widerstandsfähigkeit und Vielfalt in Landwirtschaft und Ernährung

Eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Bio-Anbaus spielen nach Einschätzung von IFOAM und BÖLW künftig die Politik, die Entwicklungszusammenarbeit, der faire Marktzugang für alle Akteure sowie eine zukunftsfähige Wirtschaft, die sich durch Resilienz (Widerstandsfähigkeit) und Vielfalt auszeichnet.

Felix Prinz zu Löwenstein und EU-Kommissar Hogan

Bild: Felix Prinz zu Löwenstein und EU-Kommissar Hogan beim Messerundgang auf einer früheren BioFach.

Der BÖLW fasst die Gelegenheit, die die BioFach für die Branche bietet, folgendermaßen zusammen: „Im Politik-Forum des BioFach-Kongresses tauschen sich Politiker, Multiplikatoren, Presse und Unternehmer engagiert über Leistungen, Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten des Bio-Sektors aus. Alle Akteure können auf der BioFach intensive Gespräche über die Entwicklungen des Bio-Sektors führen.

Neuheiten und Trends auf der Spur

Die Besucher kommen aber natürlich auch, um Trends und neue Produkte aufzuspüren, zu probieren und sich mit Herstellern und Branchenkollegen auszutauschen. Die langjährig bewährte Aufteilung der Hallenschwerpunkte sorgt auch 2017 für Orientierung. Die deutschen Hersteller sind überwiegend in den Hallen 6, 7 und 9 zu finden, das Forum Fachhandel in Halle 9.565. Die Halle 7A ist traditionell der Vivaness und der Naturkosmetik vorbehalten. Die Stände internationaler Unternehmen befinden sich in den Hallen 1, 2 ,4 und 5. Der Kongress findet im NCC Ost statt.

Besucher der Erlebniswelten Gastronomie, Olivenöl, Wein und Vegan erwarten Produktpräsentationen, Verkostungen und Workshops sowie der Austausch mit Experten. Im großangelegten Neuheiten-Bereich in der Eingangshalle Mitte wird es wieder viel zu entdecken geben: 771 Produkte sind für die beiden Neuheitenstände angemeldet - 575 für die BioFach und 196 für die Vivaness.

Hallenplan BioFach / Vivaness

Den interaktiven Hallenplan mit Suchfunktion finden Sie auf der Startseite unter Hallenplan.

Petra Wolf, Mitglied der Geschäftsleitung der NürnbergMesse, blickt erwartungsfroh und auch stolz auf die diesjährige BioFach: „2017 rückt mit Deutschland ein Land in den Fokus der Weltleitmesse, das Heimat zahlreicher Wegbereiter der Branche ist, in dem regionale Wertschöpfungsketten gefördert werden und in dem zugleich von Beginn an Wert auf die Vernetzung ökologischer Projekte weltweit gelegt wurde – zum Beispiel durch den Aufbau nachhaltiger Rohstoffbeziehungen."

Während der BioFach/Vivaness halten wir Sie auf bio-markt.info selbstverständlich auf dem Laufenden.

Veranstaltungen des Fachhandelsforum Halle 9.565

Mittwoch, 15. Februar

Bio goes Social Media

Ulrike Fiedler, bio verlag, Jürgen Michalzik, Klaus Braun

10.00 - 11.00

Erfolg durch inhaltliches Profil

Moderation: Imke Lohman
div. Referenten

11.00 - 12.00

Sortiments- und Markttrends 2016

Fabian Ganz, bioVista, Klaus Braun

12.00 - 13.00

Kundenansprache durch Ladenkonzepte

Moderation: Imke Lohman
div. Referenten

15.00 - 16.00

Donnerstag, 16. Februar 

Revolution im Regal, Category Management schafft Fachhandels-Profil

Fabian Ganz, bioVista, Christoph Gerhard, Bio Category Management, Curd Bönisch, ExTech

10.00 - 11.00

Soziale Innovation: Wie sich Selbstorganisation im Bio-Fachhandel umsetzen lässt

Mod. Imke Lohmann
div. Referenten

11.00 - 12.00

Status Quo 2016 – Leidenschaft für Naturkosmetik entwickeln

Carmen Martin, bioVista, Karin Lösch, Kommunikationsberatung Klaus Braun, Christiane Rost, Biomarkt KaRo

12.00 - 13.00

Digitaler Einkauf: Eine Diskussion über Chancen und Risiken im Online-Handel

Moderation: Gudrun Schröder
Gerhard Hamann, Amorebio, Matthias Mundt, DataNatuRe

14.00 - 15.00

Nur zertifizierte Naturkosmetik im Fachhandel?

Moderation: Stephanie Größel
Gudrun Schröder, Biomarkt Karotte, Cornelia Dressler, BNN, Yelda Torun, Logocos

15.00 - 16.00

Freitag, 17. Februar 

Wo steht der Fachhandel heute?

Ulrike Fiedler, Natascha Becker, Horst Fiedler, Bio verlag

10.00 - 11.00

Warum kaufen Kunden im Bio-Fachhandel?

Marion Morgner, bio verlag

11.00 - 12.00

Workshop im Barcamp-Format: Ist die Zukunft des Fachhandels weiblich?

Moderation: Martina Merz, Christoph Spahn

12.00 - 13.30

Data NatuRe - Betrieb, Funktionen & Vorteile des Datenpools

Matthias Mundt, BNN

14.00 - 15.00

Mehr Umsatz durch Werbung im Internet: Zielgruppen bei Facebook gezielt ansprechen

Simon Döring, Kommunikations­beratung Klaus Braun

15.00 - 16.00

Wir sind anders – auch in der Werbung!

Ellen Heil, bio verlag, Jürgen Michalzik

16.00 - 17.00

Samstag, 18. Februar

Denn sie wissen was sie tun: Profilierung durch Sortiment und Qualität

Moderation: Harald Wurm, BNN
Gerhard Bickel, ebl Naturkost, Cornelia Dressler, BNN, Tanja Baehr, Grüner Laden

11.00 - 12.00

Ausgewählte Veranstaltungen aus dem Kongressprogramm

Mittwoch, 15. Februar

Was

Wer

Wann

Raum

Neue Technologien in der Lebensmittelverarbeitung

AoeL, Uni Leipzig, Max Rubner Institut

10.00 - 11.30

Oslo

Was bringt die neue EU-Öko-Verordnung

IFOAM

10.00 - 13.00

Petersburg

Natürlich, bio, ethisch - viele Label für Kosmetik

Amarjit Sahota, Organic Monitor

11.00 - 12.00

Vivaness, Halle 7A

Forschung zum Klima-schutz im Ökolandbau

Bioland, FiBL

12.00 - 13.00

Oslo

Daten zum weltweiten Bio-Markt

FiBL, IFOAM, Organic Monitor

16.00 - 17.00

Shanghai

Digitale Medien in der Kommunikation

NaturkosmetikCamp, Die Naturdrogerie

16.00 - 17.00

Vivaness, Halle 7A

Rohstoffe aus Zentral- und Osteuropa

FiBL, div. Referenten

16.00 - 17.30

Budapest

Donnerstag, 16. Februar 2017

Was

Wer

Wann

Raum

Das Förderprogramm BÖLN

BLE, BMEL und andere Referenten

10.00 - 11.00

Budapest

EU-Öko-Verordnung, Stand der Dinge

IFOAM

10.00 - 11.00

Kiew

Neu: elektronische Zertifikate für Importe

EU-Kommission

11.00 - 12.00

Kiew

Nachhaltigkeit messen, bewerten, kommunizieren

Christian Schader, FiBL, div. Referenten

11.00 - 12.00

Oslo

Neue Züchtungsmethoden für Pflanzen und Tiere

Markus Arbenz, IFOAM, Urs Niggli, FiBL, u.a.

12.00 - 13.00

Shanghai

Forschung für den Ökolandbau 

BÖLW, IFOAM, div. Referenten

14.00 - 15.00

Prag

Das neue Bio-Recht: Fort-schritt oder Hängepartie? 

Bioland, BÖLW, Europ.
Parlament, Hipp

16.00 - 17.30

St. Petersburg

Meet The Best – Die besten Bio-Läden 2016

S. Kauffmann, S. Silber, U. Fiedler und andere, bio verlag

16.00 - 18.30

Brüssel
(NCC Mitte)

Freitag, 17. Februar

Was

Wer

Wann

Raum

Science Day 2017

TP Organics, IFOAM

09.00 - 17:00

Oslo

Lebensmittel aus dem Labor - ist das die Zukunft?

Mod. Alexander Beck, AöL,div.Referenten

10.00 - 11.30

Budapest

Hunger bekämpfen, Welternährung sichern

Schweisfurth Stiftung, BÖLW, Bio Foods Ltd

10.00 - 11.30

Shanghai

Framing: Sprechen wir Bio?

J. Moewius, BÖLW, E. Schmidt-Landenberger

11.00 - 12.00

Kopenhagen

Naturkosmetik in der Apotheke

M. Spiegel, IMS Health, C. Kraus, GreenGlam

12.00 - 13.00

Vivaness Halle 7A

Opt out, Nulltoleranz, CRISPR und Co

Infodienst Gentechnik, BÖLW, Kultursaat, Taifun

13.00 - 14.00

Riga

Die Norm ISO 16128 für Naturkosmetik

Natrue

14.00 - 15.00

Vivaness Halle 7A

Brexit und die Bedeutung für Bio

IFOAM, Soil Association, u.a.

14.00 - 15.00

Kiew


Stichworte:

BioFach / Vivaness

Welt


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