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Berlin-Brandenburg: Bio-Supermärkte sind Wachstumsmotor

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die Umsatzkurve der Berlin-Brandenburger Bio-Branche führt auch 2017 nach oben. Das haben Erhebungen der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) ergeben. Den Ergebnissen zufolge liegt der Gesamtumsatz des regionalen Naturkostfachhandels - Direktvermarkter, handwerklich arbeitende Betriebe und Lieferdienste einbegriffen - bei annähernd 500 Millionen Euro. Das bedeutet ein Wachstum von circa 6 Prozent.

Wachstumstreiber im regionalen Fachhandel sind den Angaben der FÖL zufolge nach wie vor die Bio-Supermärkte. Von 108 sei deren Anzahl auf aktuell 118 gestiegen. Das ist ein Anstieg um über 9 Prozent. 2018 sollen zehn weitere Bio-Supermärkte eröffnen.

Bio-Supermärkte: Marktführer in Berlin-Brandenburg

  1. Bio Company (48 Filialen)
  2. denn’s Biomarkt (36)
  3. Alnatura (18)
  4. LPG (8)

"Der Sprung aus der Nische geht mit dynamischen Entwicklungen, teilweise auch strukturellen Veränderungen einher", schreibt die FÖL. So habe der Fachhandel in den ersten beiden Quartalen erstmals Rückgänge verzeichnet, die in der Schlusshälfte des Jahres wieder mehr als ausgeglichen werden konnten. Parallel baue der gesamte konventionelle Lebensmitteleinzelhandel sein Bio-Sortiment aus, besonders Edeka und Rewe. Im Dezember hatte die Rewe-Group angekündigt, ihr bio-spezifische Temma-Konzept aufzugeben.

Bio-Fläche in Brandenburg wächst weiter

Laut FÖL lag das Flächenwachstum in 2015 noch bei 0,87 Prozent. 2016 betrug es 7,26 Prozent. Und 2017 wurden die Öko-Anbauverbände in der Region mit Anfragen interessierter Betriebe "förmlich bombardiert", schreibt die FÖL. Perspektivisch könne der Bio-Markt problemlos weitere Umstellungsbetriebe aufnehmen, "weil der wachsende deutsche Markt immer energischer nach deutscher Ware sucht", so die FÖL. Als Beispiel für die Aufnahmefähigkeit führt sie den Milchpreis an: "In 2015/2016 gab es, ausgelöst durch die Milchpreiskrise, eine unerwartet große Umstellungswelle, die meisten Umstellungsbetriebe (über 80 Prozent) haben mittlerweile die Umstellungsphase abgeschlossen und liefern nunmehr ihre Milch in Bio-Qualität. Trotz der spürbaren Erhöhung des Bio-Milchaufkommens nahm der Markt die Menge auf und blieb stabil – zur Verwunderung aller Experten."

Die Bio-Flächenentwicklung in Brandenburg bewertet die FÖL als positiv. Symbolbild © Ökolandbau.de

Das Fazit der FÖL lautet: "Da das Bio-Wachstum in den letzten Jahren vom Markt getrieben war, hinkt die Produktionsseite aktuell immer noch chronisch hinterher. Hinzu kommt, dass Umstellungsprozesse erst dann richtig in Gang kommen, wenn der Markt bereits nach mehr Ware ruft. Dann dauert es aber wieder zwei Jahre, bis das Angebot nachzieht. Solange das Marktwachstum nicht abbricht, sind Umsteller also immer auf der richtigen Seite."


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