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Hawos und LUBA: Mit Qualität und Service punkten

von Redaktion (Kommentare: 0)


Seit 1997 sind der Mühlen- und Haushaltsgeräte-Großhändler LUBA und der Mühlenhersteller hawos Kornmühlen GmbH unter einem Dach und unter der Führung von Familie Pigge. Der Markt hat sich in dieser Zeit grundlegend verändert: Die Hochkonjunktur für Getreidemühlen und Flocker im deutschen Naturkost- und Reformhandel ist schon länger vorbei. Doch Ralf und Jutta Pigge haben sich beizeiten nach neuen Märkten umgesehen. Mit der Entwicklung neuer Produkte, einem hohen Qualitätsstandard, gutem Service und pfiffigen Aktionen sind sie dem Wettbewerb gewachsen. Hawos Mühlen laufen in vielen Ländern weltweit. (Bild: Ralf Pigge)
Es gibt eine schöne Erinnerung, wie Ralf Pigge zum Mühlenbauer wurde. Als Schüler lernte er beim Zeitungaustragen den Bad Homburger Mühlenpionier Ludwig Bartsch kennen. Der Tüftler und „Umwelt-Fundi“ hat den Jugendlichen mit seinen Ideen für sich und für das Mühlenhandwerk gewonnen. Nach seiner Lehre zum Groß- und Einzelhandelskaufmann fing Pigge 1977 im Mühlenbau- und Großhandelsbetrieb LUBA an, den Ludwig Bartsch bereits 1953 gegründet hatte. Als Bartsch starb, übernahm Pigge 1985 die Geschäfte und verlegte den Firmensitz 1991 aus dem Kurgebiet Bad Homburg in den Ortsteil Ober-Eschbach. Beim Ausbau des Großhandels  stieß er auf den kleinen Mühlenbaubetrieb hawo im Odenwald. Qualität und Design begeisterten ihn und er nahm die Marke in sein Sortiment auf. 1997 führte er die beiden Firmen LUBA und hawos Kornmühlen GmbH unter dem Dach eines restaurierten Fachwerkhofes (Bild) in Ober-Eschbach, Bad Homburg im Taunus, zusammen.

Heute sind Jutta und Ralf Pigge sowie Mutter Ursula Pigge im Unternehmen tätig, drei Söhne zum Teil. Weitere Mitarbeiter kümmern sich um Bestellungen, Vertrieb, Entwicklung, Service und Buchhaltung. Das Credo des Familienunternehmens: „Qualität, Qualität, Qualität“, so Jutta Pigge. Ralf Pigge ergänzt: „Mit Präzision bei den Mahlwerken, hochwertigen Einzelteilen und dazu einem exzellenten Service erhalten wir uns treue Kunden. Bei zehn Jahren Garantie kann man nicht auf Verschleiß bauen.“

Die Aktion „Schätzchen gesucht“, die im Frühjahr anlief, beweist das eindrücklich: Die älteste hawos-Mühle, die ein Besitzer nach Ober-Eschbach eingesandt hat, stammt von 1981. Sie hat die Garantiezeit damit deutlich überschritten. Der Sieger des Wettbewerbs wurde vor kurzem ermittelt. „Die Resonanz von Kundenseite war klasse, wir haben sehr viele positive Rückmeldungen und nette Fotos von zufriedenen Kunden bekommen“, erzählt Jutta Pigge. Mit der Initiative „Alt gegen neu – Mühle in gute Hände abzugeben“ will das Unternehmen zudem ein Zeichen gegen die Wegwerf-Gesellschaft und für mehr Nachhaltigkeit setzen. Die eingesandten alten Mühlen gehen nach Reinigung, Überprüfung und wenn nötig Reparatur an soziale Einrichtungen oder Familien, die sich eine neue Mühle nicht leisten können. Der Einsender erhält beim Neukauf 20 % Rabatt. „Das ist unsere Art der Kundenpflege“, sagt Jutta Pigge.

Kundenpflege sei auch die aktive Unterstützung für den Fachhandel, der die Mühlen vermarktet. Denn die Nachfragesituation hat sich grundlegend gewandelt. „In den 80er Jahren hat praktisch jeder Naturkostladen Mühlen, Flocker und Zubehör verkauft, heute ist das die Ausnahme“, so Ralf Pigge. Der Mühlenmarkt wird seiner Einschätzung nach ein Nischenmarkt bleiben. Die Marktsättigung liegt bei unter 1 %, die Hochkonjunktur für Getreidemühlen in Deutschland ist vorbei. Gründe dafür sieht Pigge in der Convenience-Welle: „Vollkorn hat nicht mehr den Stellenwert wie früher, es muss heute schnell gehen und einfach.“ Auch hätten die Händler ihre Prioritäten anders gesetzt, weg von den beratungsintensiven Sortimenten. „Für diejenigen, die Beratung nicht leisten können oder wollen, ist der Regalmeter für die Geräte schlicht zu teuer.“ Pigge ist dennoch davon überzeugt, dass der Einzelhändler, der Mühlen verkaufen will, sie auch an den Kunden bringt. Es gebe eigentlich eine Menge Potenzial, denn gesundheitsbewusste Menschen gibt es genug.

Die Treue zum Fachhandel steht für Pigges außer Frage: „Wir wollen zwar die Endkunden mit unseren Geräten beglücken, aber der Fachhandel ist die passende Verkaufsstätte für unsere Geräte“, betont Pigge. Die Messen heißen deshalb BioFach, auch im Ausland, sowie BioNord und BioSüd, Verbrauchermessen sind tabu. Die großen Lagerkapazitäten erlauben sowohl für die hawos-Serien als auch für das große LUBA-Sortiment von rund 80 Lieferanten – von der Küchenmaschine bis zum Vollwert-Kochbuch - sehr kurze Lieferzeiten.

Seit ca. zehn Jahren ist hawos verstärkt im Ausland aktiv. Auch, weil der Markt in Deutschland regelrecht eingebrochen ist. Erst wurden die Nachbarländer bearbeitet, schließlich auch weiter entfernte Märkte in die Liste aufgenommen. Die Homepage, Prospekte und ausführliche Gebrauchsanweisungen sind mittlerweile in Englisch, Dänisch, Spanisch, Italienisch, Russisch und brasilianischem Portugiesisch vorhanden. Insgesamt exportiert LUBA hawos-Mühlen an Partner in 26 Ländern der Welt. Besonders Russland schätzen Pigges als viel versprechenden Zukunftsmarkt ein.

Als interessante Nische für das Unternehmen bezeichnet Pigge die Entwicklung von Spezialgeräten. Die Wünsche gewerblicher Kunden sind zum Teil reichlich exotisch, doch bis jetzt konnten die Herausforderungen immer gemeistert werden. Zum Vermahlen von Leinsamentrester über Johannisbrotkerne und Safran bis hin zu Steinen sind bereits Mühlen in Ober-Eschbach entwickelt worden. Das ist die Aufgabe des Werkstattteams Steffen Reuther und Stephan Schädel (Bild). Natürlich ist auch Ralf Pigge als erfahrener gelernter Mühlenbauer mit von der Partie, wenn es um die Entwicklung neuer Geräte geht. Neben diesen „Wunschmühlen“ kamen in den vergangenen Jahren die Handmühle Rotare und Oktini neu in das Programm. Die Rotare wurde in erster Linie für Entwicklungsländer konzipiert und ist mittlerweile mit Fahrrad- oder Autobatterie-Antrieb auch für die gewerbliche Nutzung in vielen Ländern sehr beliebt. „Oktini ist quasi die barrierefreie Mühle“, sagt Jutta Pigge, „superleichte Verstellbarkeit, für Rechts- und Linkshänder sowie für Behinderte.“ In die Konzeption neuer Mühlen und Flocker fließen auch immer Mitarbeiter- und Kundenanregungen ein.

Die Serienfertigung, vom Anfertigen des Gehäuses bis zum Zusammenbau erfolgt zum großen Teil beim langjährigen Partner, der Behindertenwerkstatt „Geschützte Werkstätten“ in Tirol. Geachtet wird bei den Korpussen der Mühlen auf Holz mit dem österreichischen PEFSC-Siegel aus nachhaltiger Holzwirtschaft, meist heimische Buche. Nach dem Eingang der Mühlen in Ober-Eschbach wird jede Mühle vor der Auslieferung auf Herz und Nieren geprüft. Einige Kleinserien und die Spezialmühlen werden komplett im eigenen Haus produziert. Zum Service-Angebot gehört neben einer Reparatur-Hotline und dem Reparaturservice beispielsweise auch das kostenlose glutenfreie Einmahlen neuer Mühlen. Für Händler werden Schulungen bei hawos aber auch Inhouse angeboten. „Wir wollen keine Probleme, sondern Lösungen verkaufen“, sagt Ralf Pigge. Stolz sind die Mühlenbauer auf gute Testergebnisse: Aus der Untersuchung des Testmagazins im Frühjahr 2010 ging Oktagon 1 als Testsieger hervor.

Historie hawos:
Erste Mühlen wurden 1980 gebaut
31.07.1986 Umwandlung in hawos kornmühlen GmbH
Ralf Pigge seit 1992 Mitgesellschafter, seit 1997 alleiniger geschäftsführender Gesellschafter und Umzug der Firma nach Bad Homburg/Ober-Eschbach.

Historie Großhandel Ludwig Bartsch:
Gegründet 1953 von Ludwig Bartsch, als Groß- und Einzelhandel mit Reform- und Diätküchengeräten aller Art sowie Haushaltsgetreidemühlen, Beratung und Kundendienst (Bau der „LuBa Schrotmühlen elektrisch und handbetrieben).
1984 Umfirmierung in LUBA GmbH, seit 1985 Ralf Pigge alleiniger geschäftsführender Gesellschafter.
1991 Umzug aus dem Kurgebiet Bad Homburg in das großflächige Anwesen im Vorort Ober-Eschbach.

Historie Ralf Pigge:
Nach Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Einzelhandel 1977 Einstieg in die Firma Ludwig Bartsch (LuBa) als kaufmännischer Angestellter. Weiter siehe oben.







Tipp: www.hawos.de, www.luba.de

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