Anzeige

„Umbruch der Bio-Fachhandelswelt“

von Redaktion (Kommentare: 2)

von Klaus Lorenzen, Vorstand der EVG Landwege eG.


In der Diskussion um die Zukunft der Bio-Fachhandelswelt wird derzeit viel über Produkte, Marken und Vertriebswege gesprochen. Das Thema der ursprünglichen Ziele und Werte der Naturkostbranche gerät dabei leicht in den Hintergrund. Ist es aber nicht gerade das, was uns weiterhin antreiben sollte? Diese Frage stellt Klaus Lorenzen, Vorstand der EVG Landwege eG. In einem Gastbeitrag beschreibt er die Sichtweise von Landwege zu dem heiß diskutierten Thema. Auf der BioNord wird er mit seinen Gedanken zu einer spannenden Podiumsdiskussion beitragen.


Stichworte:

Hintergrund/Strategie

Handel

Hersteller

Messen


zur Startseite/alle Meldungen

Zurück



Kommentar von Herrmann Heldberg |

Guten Morgen,
den Kommentar von Klaus kann ich nur unterschreiben. Wir sind angetreten für ökologischen Landbau weltweit und 100 %. Wir sind aber auch dafür angetreten, das jeder Mensch in der Wertschöpfungskette von seiner Arbeit existenssichernd leben kann. Häufig werden diese Werte der wirtschaftlichkeit geopfert. Die Zukunft des Fachhandels kann nur die sein, immer einen Schritt weiter auf den Weg zu einer enkeltauglichen Welt zu sein. Und wenn wir die richtigen Schritte machen, dann folgt man uns auch, das haben wir in den letzten 40 Jahren bewiesen.
Viele grüße
Hermann

Kommentar von Malte Reupert |

Lieber Klaus, lieber Herrmann, das klingt sehr schön und - wer wird sich unter diesen Indealen nicht versammeln wollen? Als erste bestimmt die, von denen wir denken, dass sie diese eben gerade nicht in ihrem alltäglichen Haandeln verkörpern. Das reicht nicht - wir laufen mit diesem verschwommenen Ansatz Gefahr, uns in eine Illusionsblase zu begeben analog den kleinen Bioläden, die sich oft Ihrer Unersetzlichkeit auch sehr sicher waren und denen ja in den letzten Jahren trotzdem massenhaft die Kunden weglaufen.
Wenn wir das nicht klar und durch harte und abgrenzbare Kriterien untersetzen, bleiben "zukunftsfähiges Wirtschaften", "gemeinsames Handeln", " Ausbau fairer transparenter Handelspartnerschaften, die Weiterentwicklung regionaler Netzwerke, der Aufbau einer ökologischen Geflügelzüchtung, der Erhalt von Biodiversität oder alter Nutztierrassen, der Aufbau von Bodenfruchtbarkeit, ..." erst einmal nichts weiter als nur schöne Worte, die die Marketingabteilungen der LEH-Riesen ohnehin besser spielen können als wir. Und wer wirklich an uns zweifeln will, findet für alles auch Zweifel seine gewichtigen Gründe. Also: Bitte machen wir uns nichts vor, wir brauchen klare Kriterien anstelle von Worthülsen!



Newsletter bestellen

Anzeige

Anzeige


Lesen Sie hier die aktuelle
Ausgabe des BioHandel